SWISS MADE ODER TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN

Es ist durchaus möglich, dass eine als „Swiss Made“ betitelte Armbanduhr aus Komponenten besteht, die fast alle in Asien produziert wurden. Wir haben uns dazu entschlossen, unsere Armbanduhren völlig transparent zu produzieren und haben dafür das TTO-Label auf die Beine gestellt. Dieses steht für Total Transparency on Origin (total Transparenz der Herkunft).

„SWISS MADE“ LAUT DES „SWISSNESS-GESETZES“

Das Swissness-Gesetz reguliert, wann eine Armbanduhr das Label „Swiss Made“ tragen darf:

  1. Die Armbanduhr verfügt über ein schweizerisches Uhrwerk, was heißt:
    Das Uhrwerk wurde in der Schweiz montiert
    Das Uhrwerk wurde vom Hersteller in der Schweiz inspiziert; und
    Mindestens 50% der Komponenten (entsprechend ihrer Wertigkeit exklusive der Montagekosten) wurden in der Schweiz hergestellt.
  2. Das Uhrwerk wurde in der Schweiz montiert
  3. Die endgültige Inspektion der Armbanduhr erfolgte vom Hersteller in der Schweiz.

Es ist durchaus möglich, dass eine als „Swiss Made“ betitelte Armbanduhr aus Komponenten besteht, die fast alle in Asien produziert wurden.

WAS BEDEUTET DAS ALSO?

IDer Begriff „Swiss Made“ ist ein Herkunftssiegel für Produkte und ist im Grunde eine gute Sache. Das Siegel zielt darauf ab, sowohl schweizerische Werte als auch das Know-how der eidgenössischen Uhrmacher zu schützen, die in der ganzen Welt mit höchster Qualität assoziiert werden. In der Praxis ist dieses Label jedoch nichts weiter als ein großer Schwindel, der viele Käufer in die Irre führt.

Die sogenannte „Swissness-Gesetzgebung“ ist ein Gesetz zur Herkunftsbezeichnung, das für viele Einstiegsmodelle und Armbanduhren der mittleren Preisklasse verwendet wird. Tatsächlich aber verfügt der Großteil jener Armbanduhren mit dem Label „Schweiz“ über Gehäuse, Ziffernblätter oder Armbänder, die in Asien hergestellt worden sind. Selbst die Komponenten des Uhrwerks werden zumeist im Ausland produziert.

Das Gesetz gibt an, dass mindestens 50% der Komponenten des Uhrwerks (in Sachen Wertigkeit) aus der Schweiz stammen müssen. Wenn wir allerdings die genaue Anzahl der Komponenten und nicht den Wert betrachten, entspricht das gut 20% aller Komponenten, die wirklich aus der Schweiz kommen. Bei mechanischen Uhrwerken sind das in der Regel Balance-Scheiben und Federn sowie Triebfedern und Edelsteine. Die Kosten dieser „Swiss Made“ Komponenten übertreffen mit Leichtigkeit die rechtlichen Mindestanforderungen von 50% des Gesamtwerts.

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What is behind swiss made

IM JAHR 2017 GILT EIN NEUES GESETZ!

Ab dem 1. Januar 2017 wird das Swissness-Gesetz strenger in der Vergabe des „Swiss Made“ Labels. Ab sofort müssen mindestens 60% der Gesamtkosten einer Armbanduhr-Produktion (und nicht nur des Uhrwerks) einen schweizerischen Bezug haben. Außerdem ist es erforderlich, dass alle Prototypen und Konstruktionen in der Schweiz erfolgen.

Was mechanische Armbanduhren anbelangt, hat sich rechtlich daher kaum etwas verändert. Denn der Preis eines schweizerischen Uhrwerks und die Arbeitskosten allein erfüllen die verlangten 60% um Längen. Komplizierter hingegen wird es für Quartz-Armbanduhren. Einige der externen Komponenten (Gehäuse, Ziffernblätter und Armbänder) müssten in der Schweiz produziert werden, um die Kriterien des neuen Gesetzes zu erfüllen. Ist es nicht ironisch, dass eine Quartz-Armbanduhr im Endeffekt schweizerischer wäre als eine traditionelle mechanische Armbanduhr?

Hat irgendjemand seit dem 1. Januar 2017 den Käufern einer schweizerischen Armbanduhr gesagt, dass diese laut der neuen Gesetzgebung eigentlich aus China kommt?

WIR GEHEN DAS GANZE EIN WENIG ANDERS AN

Swiss Made Armbanduhren erfreuen sich auf der ganzen Welt wegen ihrer hohen Qualität eine große Beliebtheit. Wie Sie sehen, ist es nicht die schweizerische Produktion, welche diese Armbanduhren so einmalig macht. Denn viele der Komponenten stammen aus Asien. Doch was ist es dann?

Die Schweiz hat das nötige Know-How wie kein anderes Land, um inländische wie ausländische Talente zu koordinieren. Wir haben die höchsten Qualitätsstandards und die höchsten Ansprüche an die Ästhetik. Wir wissen, das kulturelle Erbe und das Prestige unserer Marken zu schützen. Und wir wissen, unsere hochwertigen Produkte auf der ganzen Welt an den Mann zu bringen.

Uhrmacher der Schweiz: Hohe Qualität, edles Design und fachmännisch koordinierte Talente aus der ganzen Welt.

TTO LABEL: TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN

Wir werden unsere Armbanduhren völlig transparent produzieren. Zu diesem Zweck haben wir das TTO-Label ins Leben gerufen: Total Transparency on Origin. Dies ist eine Art Ausweis, der an all unseren Armbanduhren angebracht und online zur Verfügung gestellt werden kann. Mithilfe dieses Ausweises kann die Herkunft eines jeden Bestandteils und der einzelnen Produktionsschritte nachvollzogen werden.

Wir haben eine Plattform erschaffen, auf der jeder die Ausweise der verschiedenen Modelle einsehen kann. Die Plattform ist für alle Marken und Herkünfte gedacht – ganz egal, ob aus der Schweiz, aus China oder vom Mars. Es kommt einzig und allein auf die Transparenz an. Um ehrlich zu sein, erwarten wir keinen großen Andrang. Die Transparenz ist nicht unbedingt das Steckenpferd der meisten Marken.

Wir sagen nicht, dass das herkömmliche Swiss Made Label abgeschafft werden soll. Es sollte nur besser erklärt werden. Eine Armbanduhr kann sowohl das Swiss Made als auch das TTO Label tragen. Wir sind der Meinung, dass die Transparenz die Bindung zwischen dem Käufer und den schweizerischen Marken nur noch weiter stärken wird.

www.label-tto.org

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86 Idee über “SWISS MADE ODER TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN

    • Claudio sagt:

      Bonjour Manuel, bonne question! Oui effectivement… dans quelques semaines nous allons montrer des premiers design mais nous ne voulons pas qu’ils soient complètement terminés car nous attendons vos feedback, et vos suggestions.

  1. MEJIAS sagt:

    Bonjour, Bravo pour l’initiative et le lancement du projet. Pour avoir travaillé avec les suisses, le swiss way to do business est encore bien plus intéressant que le swiss made et je crois que c’est ce qui est le plus reproductible pour des passionnés qui recherchent l’excellence dans tous les aspects d’un produit quel qu’il soit. S’en inspirer et les égaler dans leur manière d’appréhender les choses et de faire du business est peut-être même plus intéressant que s’attaquer au swiss made à proprement parler, qui comme toute norme est imparfaite et que dire de la France, probablement championne en normalisation? Dans tous les cas, la création de ce TTO est intéressante car la transparence est une valeur sure, très porteuse de sens de nos jours. Bonne chance sincèrement. Je vous suivrai avec attention.

    • Claudio sagt:

      Merci Mejias pour votre commentaire. C’est vrai qu’on a un peu malmené le swiss made ces derniers jours… mais au final ce qu’il faut retenir c’est l’orchestration magistrale dont les suisses sont capables! Il ne faut pas forcément changer la façon dont sont faites les choses mais il faut juste l’expliquer! Il y a des personnes talentueuses partout dans le monde et il faut en faire l’éloge et en parler, l’expliquer… le consommateur appréciera.

  2. Anh-Huy sagt:

    J’ai hâte de voir le deuxième volet mais surtout le produit fini! J’espère que vous allez y arriver et je compte bien porter une montre Swiss Made TTO.

    Vous parlez beaucoup des composants asiatiques mais n’oublions pas non plus les composants fabriqués en Europe de l’Est. 😉

    Ma petite suggestion de sujet: démystifier le Poinçon de Genève! Lave-t-il vraiment plus blanc que blanc en terme de traçabilité et de Swiss Made?

    Bonne chance et bon courage!

  3. Paul sagt:

    Bravo à toute l’équipe GOLDGENA,
    Très belle initiative d’éclaircir les clients en créant ce nouveau label de „TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN“.
    Je me réjouis des prochains volets et je vous souhaite plein de succès pour la suite.

  4. spa sagt:

    oui, cela nous changera de ce snobisme artificiel horloger dont tout le monde est fatigué.. sauf les médias vu les pages publicitaires achetées avant Xmas.. Ca nous changera aussi de Baselworld :
    « impression d’un visiteur »

    Baselworld est terminé.. j’y étais, j’ai vu que Blancpain 1735 roulait en Lamborghini (s)..
    j’ai vu un énorme aquarium plein de pauvres méduses torturées par des centaines
    de spot lumineux, j’ai vu des bodygards avec lunettes noires et oreillettes..(Obama
    était-il là ?), j’ai vu un stand projetant de véritables images de guerre avec des
    soldats explosants dans des avions militaires…, j’ai vu des montres avec des cuirs lézard,
    crocodile, vison, castor, requin, etc…. bravo, Baselworld, surtout ne te remet pas
    en question, tu vis une époque qui va heureusement bientôt disparaitre…
    J’espère que les Ecoles professionnelles de créations, designs,
    marketing ne sont pas venues voir cela…

  5. Jean-Philippe sagt:

    Bravo !!! Ces détournements „situationnistes“ font un bien fou ! Vous avez l’air de faire les choses sérieusement sans vous prendre au sérieux… Qualités rares 😉 Encore une fois les idées les plus créatives viennent des „indépendants“. Bravo à vous, longue vie à votre projet !!!!

    • Claudio sagt:

      Bonjour Jean-Philippe, Merci 🙂 On veut faire les choses sérieusement c’est sûr! Mais on va essayer de faire tout ça dans l’amusement le plus complet… bienvenu dans la partie!

  6. clerfeuillepf sagt:

    Sujet certes „casse-gueule“, alors autant taper un bon coup…En espérant que ce ne soit pas juste du „swisswashing“…
    Alors on va y croire, pour une fois que certains ont l’air de vraiment vouloir remettre les cartes à plat.
    Car les produits asiatiques en eux-mêmes ou issus d’autres lieux ne me gênent pas, c’est l’opacité des
    origines (matériaux, sourcing etc.), et le blabla qui me perturbent…
    Mais déjà, chapeau bas pour la com !!! Belle bande annonce et très bon teaser ! 🙂
    Je suis donc fan avant d’avoir vu la moindre pièce…
    Bonne route quoi qu’il en soit, & si on peut aider…

    Cdlt

    • Claudio sagt:

      Merci pour votre feedback, c’est une démarche qui ne va pas plaire à tout le monde mais l’important c’est de faire quelque chose auquel on croit. L’origine a finalement peu d’importance, il y a du bon et du mauvais partout et l’excellence n’est pas une exclusivité suisse! Il faut faire les choses en recherchant la qualité… cette dernière est souvent au rendez-vous quand on travaille avec des personnes talentueuses… peu importe leur origine.

    • Claudio sagt:

      En fait notre projet ne parle pas „seulement“ de montres suisses. Justement nous pensons que ce n’est pas l’origine officielle qui est importante mais bel et bien le résultat qui lui peut être composé d’une infinité de manière. Bracelet chinois, cadran martien, mouvement japonais, peu importe, la qualité n’a pas de frontière!

  7. Steward sagt:

    le futur swiss made…je suis pour, jusqu’à maintenant, c’était une grande farce… mais il restera super flexible, vraiment simple à contourner à ce que j’en sais :

    – bracelets, fermoirs, boucles, packaging, n’entrent pas dans les calculs et les % des prix de revient des montres… 🙂
    – frais de recherches, mise-au-point, création eux, y entrent… ça aide vachement…ouf… 🙂

    – les boîtiers : sauf erreur de ma part, les boîtiers asiatiques seront CH si une des trois principales opérations de production est faite en CH (les autres opérations peuvent être faites ailleurs)…à nouveau, ça va facilité grandement les calculs des % du prix de revient…
    – sauf erreur, il y aura des enquêtes uniquement sur plaintes de concurrents (!); qui va porter plainte ? (en plus les frais seront à la charge du plaignant si aucune fraude n’est découverte)…
    Bref, léger, léger tout ça…
    Belle journée à vous.
    STEWART

  8. bobrobert74 sagt:

    As a watch developper behind a R&D department I am totally behind you ! we have to communicate around the swiss expertise and process with an international supply chain network !
    As any technological device anybody use today without any doubt about quality,… such as Iphones, Smart watches etc….